APADAC braucht Hilfe

Die Entstehung von APADAC begann mit einer Katze namens MIS.

Maria del Mar, die heutige Präsidentin von APADAC, erinnert sich noch genau. Es war eine kalte, finstere Nacht und als sie nach Hause kam, saß eine Katze vor ihrer Eingangstür, als ob sie auf Maria gewartet hätte. Zu erwähnen ist hier, dass Maria vorher nie ein Tier gehabt hat und sie hatte auch überhaupt keine Idee, was sie mit ihr tun sollte. Sie hatte absolut keine Ahnung, wie man sich gegenüber einem Tier verhält. Sie erkundigte sich und von da an fütterte Maria die Katze jede Nacht. Nach einem Monat entschied sich Maria und ihre Familie, die Katze zu adoptieren. Man nannte sie Mis.

Von da an hat alles begonnen. Von dieser Zeit haben sich die Blicke von Maria del Mar geändertet. Plötzlich sah sie all die Tiere auf der Strasse, die dringend Hilfe benötigten. Fast jeden Tag sah sie herrenlose, ausgesetzte oder gequälte Tiere. Bevor sie Mis aufnahm, hat sie die Tiere nie registriert und schon gar nicht über ihr grausames Schicksal nachgedacht.

Maria del Mar begann, für die Tiere, die sie fand, ein Zuhause zu finden und sie hoffte bei jedem einzelnen Geschöpf, dass sie soviel Glück haben werden wie ihre Mis.

Als sie mit Mis beim Tierarzt war traf sie Maribel. Sie merkte, wie sehr sich Maribel bemühte, für Tiere, die bei ihr zur Tötung abgegeben wurden oder die sie leidend und herrenlos auf der Strasse fand, ein Zuhause zu finden. Maribel war unendlich engagiert, diesen Tieren zu helfen und so beschlossen die beiden Frauen, sich zusammen für diese Tiere einzusetzen.

Zusammen starteten sie eine Initiative, damit all die herrenlosen Tiere einen Platz zum Leben bekommen würden und Maria schlug vor, eine Assoziation zu gründen, die den Tieren helfen soll. Maria war sehr besorgt um die unzähligen Dokumente, die notwendig waren und brauchte dringend Unterstützung von Menschen, die ihr dabei hilflich sein sollten, die Assoziation zu gründen. Diese Menschen traf Maria und genau diese Menschen helfen noch heute mit, den Tieren bei APADAC ein wenig Lebensfreude wiederzugeben. Alles begann mit einem 10 Meter Areal und einem 4 Meter Zwinger. Dieser Platz gehörte Carmen und Fran, zwei ehrenamtlichen Helfern. Es war kein Idealzustand, aber es war ein Anfang.

Später zogen sie nach La Hiresa in Callosa de Segura um, in stillgelegte Fabrikhallen. Zuerst wurde alles gründlich gesäubert. Es war eine sehr harte und auch gefährliche Arbeit, da die Gebäude stark einsturzgefährdet und zum Teil pestizid-belastet waren.

Zu dieser Zeit wurden die Hunde in Catral untergebracht, wo sehr schlimme Zustände herrschten. Die Hunde wurden mitten auf einem eingezäunten Feld untergebracht ohne Schutz vor Sonne oder Regen. Das schlimmste war, dass Zigeuner dort fünf Hunde und 11 Welpen stahlen. Das war die schlimmste Zeit seit der Entstehung von APADAC. Der Besitzer dieses Landes machte es den Helfern auch noch sehr schwer, manchmal versuchte er sie sogar zu verjagen.

Die Helfer von APADAC arbeiteten 7 Tage die Woche, um die Hunde so schnell wie möglich wieder nach La Hiresa zu bekommen.

Die Assoziation APADAC (Asociacion Protectora de Animales Domesticos Abandonados de Callosa de Segura) wurde offiziell am 5. Oktober 2007 gegründet und das Abkommen mit dem Rathaus wurde am 2. Juni 2009 unterschrieben.

Bei APADAC leben durchschnittlich 100 Hunde und 30 Katzen, die dringend ein Zuhause suchen.

Leider fehlt es an allen Ecken und Enden.

Stellen Sie sich vor, dass Sie in eine abbruchreife, riesengroße Halle kommen. Das Dach ist undicht. Die Fensterhöhlen leer. Der Betonboden uneben und völlig verdreckt, da er trotz täglichen Wischens nicht saubergehalten werden kann. Es ist eisig kalt – auch in Spanien! Alles ist nass, wenn der Regen durch die Fensterhöhlen fegt. Danach bleibt die Feuchtigkeit. Das Schreien und Bellen von den Hunden, die verzweifelt in ihren Käfigen sitzen oder schon im Kreis laufen. Diese Käfige sind provisorisch gebaute Zwinger – gebaut aus Draht. Irgendwie eingesetzte türähnliche Gebilde werden durch Eisenstäbe geschlossen gehalten. Der Krach ist unerbittlich, der Gestank kaum zu ertragen.

Und Tag für Tag ist in dieser Halle Maribel – manchmal mit einigen Frauen die ihr helfen. Maribel tröstet sie, füttert sie, streichelt sie, sie gibt ihnen Wasser, sie spricht ihnen Mut zu, sie versorgt sie mit Medikamenten, sie verbindet ihre Wunden, in ihren Armen sterben Hunde, sie trägt weinend gestorbene Hunde heraus, sie versucht Mütter mit Welpen dazu zu bringen, auch gefundene Welpen als ihre Babies anzunehmen. Das ist die eine Seite von APADAC.

Gegenüber ist eine freie Fläche, die teilweise durch ein grünes Netz überspannt ist, um gegen die Sonne zu schützen – zumindest so lange bis der nächste starke Windstoß sie wieder abreist: Provisorische Zäune, die einzelne Zellen möglich machen: Größere und kleinere. Es ist alles matschig. Im Winter ist es grausam kalt. Es ist alles unvorstellbar. ALLE diese Hunde, deren Zahl manchmal auf über 100 Tieren ansteigt, kommen aus der Tötung, wurden halb tot irgendwo aufgefunden, aus für uns unvorstellbar schlechter Haltung befreit oder von einer der vielen Hauptstrassen vor dem Überfahren gerettet.

ALLE diese Hunde bitten um ein Leben, das würdig ist. Und jeder der Hunde, der hier ist, schreit um Hilfe. Nun schliessen Sie Ihre Augen und versuchen Sie bitte, sich in diese Halle und in die Freifläche hineinzuversetzen.Vielleicht ist es uns möglich, dass Sie ein Stück weit verstehen, warum wir und die wenigen guten Freunde dieser Hunde so sehr kämpfen. Aber es wird noch mehr Hilfe benötigt … Wir alle haben schon einige Tierheime und Refugios und auch Tötungen gesehen – was hier bei APADAC geleistet wird, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen und die Umstände unter denen versucht wird, Leben zu retten ebenso, wie die Verwunderung, dass trotz allem Hunde überleben.

Diese Beschreibung von APADAC ist nur ein kläglicher Versuch zu beschreiben, was dort geschieht – Sie müssen es mit allen Sinnen begreifen: sehen, hören, riechen, spüren, diese Not – dann erst versteht man.

Es werden neben Geld- und Futterspenden dringend Spenden in Form von Zement, Sand und Ziegeln benötigt, es werden Vereine in Deutschland gesucht, die bei der Vermittlung unterstützen können genauso wie Freiwillige vor Ort, die mit anpacken und helfen, damit die Vierbeiner eine etwas erträglichere und vielleicht – irgendwann – auch lebenswerte Umgebung erhalten.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.protectora-apadac.org.

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2 Kommentare zu “APADAC braucht Hilfe”

  1. christiane sagt:

    Und wie wichtig eine Quarantänestation ist hat sich gerade wieder gezeigt.
    Gestern kam meine Patenurkunde für eine kleine Maus an, die dort gerettet wurde. Und heute Nacht hat sie den Kampf verloren.

  2. christiane sagt:

    ich haber vor kurzem erst von apadac und ihren helfern gehört.
    dazu gehören zb die finca luncendum. es wird aktuell um hilfe bei dem aufbau einer “quarantänestation” für welpen gebeten.
    unter http://www.streuner-spanien.de unter “ihre hilfe” findet ihr den aufruf.

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