Das C.A.A.C in Castellbisbal (Spanien) Teil 3

Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2 des Berichtes.

Mein Reisebericht und meine Eindrücke über den Hundetransport nach Deutschland

Castellbistal liegt etwa 1370 km von Frankfurt am Main entfernt. An dieser Stelle spare ich mir Details über die jeweils 14stündige Hin- und Rückfahrt mit dem Transporter, sondern nur kurz erwähnen, dass die Reise von Frankfurt am Main über Freiburg, durch Frankreich an Lyon vorbei nach Barcelona und wieder zurück führte.

Blick auf das Tierheim und Castell Bistal

Blick auf das Tierheim und Castell Bistal

Für unseren Transport wurden 31 Hunde angemeldet, die in Deutschland ein Zuhause oder eine Pflegestelle gefunden haben. Neben etwa 20 Hunden vom C.A.A.C. sollten Hunde von anderen Tierschutzorganisationen mit auf die Reise genommen werden.

Dank der wirklich hervorragenden Organisation konnten wir einen relativ ruhigen Nachmittag in Spanien bei etwa 18° verbringen und durften das Tierheim erkunden und unsere Gastgeber mit Fragen löchern.

Die vierbeinigen Bewohner des C.A.A.C begrüßten mich sehr herzlich. Überhaupt ist mir im Gedächtnis geblieben, dass die Tiere trotz ihrer teilweise schlimmen Schicksale sehr menschenbezogen sind und – als wenn sie spüren würden, dass es eine Chance auf ein neues Zuhause gibt – sehr anhänglich und verschmust sind. Und auch, wenn wir abends 20 von ihnen mitnehmen konnten, blieb natürlich das beklemmende Gefühl, eben nicht jedem der Fellnasen helfen zu können.

Diese Hunde warten noch auf ein Zuhause

Diese Hunde warten noch auf ein Zuhause

Leider haben viele der Hunde haben kaum eine Chance auf eine Vermittlung nach Deutschland oder ein neues Zuhause in Spanien. In den südlichen Ländern ist die Leishmaniose sehr weit verbreitet. Diese Krankheit, die von einem Sandfloh übertragen wird, ist zwar nicht ansteckend, die Kosten für die Behandlung und das Risiko, dass der Hund früher sterben muss, schrecken leider viele mögliche Adoptanten davon ab, ein solchen Tier zu übernehmen.

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Die Hunde von Castell Bistal

So sind die “Langzeitinsassen” des Tierheims auch deutlich skeptischer dem Menschen gegenüber und man schaut in traurige Gesichter. Ich hatte das diffuse Gefühl, dass diese Hunde auf irgendetwas warten – sie standen häufig aufmerksam und schauten in Richtung Straße -  als wenn jeden Moment der Mensch käme, der sie versteht und sich ihrer annimmt.

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Warten auf ein Wunder

Gegen 18:30 Uhr kamen dann die ersten Tierschützer anderer Organisationen mit den Hunden, die uns begleiten sollten. Hier spielten sich teilweise sehr traurige Szenen ab, da einige der Tier jahrelang bei den Menschen gelebt hatten und der Abschied dem entsprechend schwer fiel. “Dies ist ein Liebesakt für die Hunde” sagt Monica, die weiss, dass die Hunde in gute Hände abgegeben werden.

Die British Bulldog-Hündin Xana hat ein Zuhause in Deutschland gefunden

Die British Bulldog-Hündin Xana hat ein Zuhause in Deutschland gefunden

Formalitäten …

Eine solche Fahrt stellt rechtlich gesehen einen Tiertransport dar. Aus diesen Gründen mussten diverse Formalitäten eingehalten werden, um im Falle einer Kontrolle böse Überraschungen zu vermeiden.

So mussten die Türen der Transportboxen mit Kabelbindern geschlossen und die Boxen selber Spanngurten gesichert werden. Da die Reise durch Frankreich führte, wurde besonders penibel darauf geachtet, dass die Boxen gut verzurrt und alle Tiere mit genügend Wasser versorgt waren.

Außerdem mussten alle Impfpässe geprüft werden. Wenn eine Impfung fehlte, konnte Monica die Tiere direkt nachimpfen. Unsere “Juniors”, die auf Grund dessen, dass sie noch keine drei Monate alt und dem entsprechend noch nicht gegen Tollwut geimpft sind, durften nicht ohne die Muttertiere reisen.

Die Boxen, in denen die Tiere transportiert wurden

Die Boxen, in denen die Tiere transportiert wurden

Denn: Wenn man in eine Kontrolle gerät, kann es passieren, dass die Beamten ein Tier nicht einreisen lassen, wenn nicht alle Papiere in Ordnung sind. Die Zollbeamten können verlangen, dass alle Tiere entladen werden und überprüfen dann die Mikrochips der Tiere. Anhand des Impfausweises wird dann überprüft, ob es sich tatsächlich um den Hund handelt, ob dieser ordnungsgemäß geimpft ist und ob eine Gefahr in Bezug auf das Seuchenschutzgesetz besteht.

Es ist schon vorgekommen, dass ein solcher Transport mit Stunden oder gar Tagen Verspätung in Deutschland eingetroffen ist. So wurden im Jahr 2007 von italienischen Grenzbeamten 102 Hunde aus Griechenland illegal beschlagnahmt und in ein Tierheim gebracht, obwohl diese bereits rechmäßig den deutschen Adoptanten gehörten.

Weiter geht es in Teil 4 des Berichtes

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