Das C.A.A.C in Catellbistal (Spanien) Teil 2
Von Normen | 18. Januar 2009 | Kategorie: Aktuelle Informationen |Hier gehts zu Teil 1 des Berichtes.
Wie sich Dank der Hundeherzen etwas tat und wie sich die Situation heute darstellt
Seitdem das Team vom “Centre d’atenció als animalis domèstics de compaynia”mit den deutschen Tierschützern zusammenarbeitet, hat sich vieles geändert. “Früher konnten wir keine Vorkonntrollen durchführen, sondern haben die Tiere einfach abgegeben, um zu verhindern, dass sie getötet werden mussten.”, berichtet Monica.

Mittlerweile werden die Hunde auf der Internetseite des Vereins in die Vermittlung übernommen und bei Interessenten eine Vorkontrolle durchgeführt. Wenn diese positiv ausfällt, werden die Hunde nach Deutschland geholt und an ihre neuen Familien übergeben. Auch werden Tiere in deutsche Pflegestellen geholt, wenn sie zum Beispiel gehandycapt sind oder medizinisch versorgt werden müssen.

Dieser Hündin fehlt von Geburt an ein Bein
Für das Tierheim in der Nähe von Barcelona hat dies mehrere Vorteile.
Zum einen müssen die Hunde nicht mehr getötet werden, zum anderen finanzieren die Schutzgebühren für die Vermittlung die Arbeit vor Ort. So konnten Hundehütten angeschafft und die Freiläufe etwas modernisiert werden. Und auch, wenn die Zustände im C.A.A.C. noch nicht den Standards deutscher Tierheime entsprechen, so kann doch eine einigermaßen artgerechte Haltung der bis zu 150 Hunde gewährleistet werden.

Ein anderer – nicht zu unterschätzender – Vorteil ist natürlich auch die Tatsache, dass das Tierheim, seitdem es “Umsätze generiert” von der städtischen Verwaltung wesentlich positiver wahrgenommen wird. So bekommen die Mitarbeiter seit 2007 von der Verwaltung – bescheidene – Gehälter. Bis dahin musste sich das Team selber finanzieren.

Auch für Futter ist gesorgt. Bis vor einiger Zeit lebten die Tiere von den Speiseabfällen, die von der örtlichen Schule gespendet wurden. Seitdem das Heim mit den Deutschen zusammenarbeitet, kann ausreichend Hundefutter gekauft werden. Außerdem erhalten Monica und ihr Team Futter- und Sachspenden für ihre vierbeinigen Schützlinge.

Dennoch ist und bleibt das C.A.A.C eine Baustelle. Die Boxen stellen ein trauriges Erbe aus der Zeit dar, als die Tiere nach einer kurzen Frist getötet wurden. Da es auf dem Gelände, welches neben einer Mülldeponie liegt, sehr eng ist, werden einige Hunde in den Räumen untergebracht, die eigentlich für die medizinische Versorgung der Tiere gedacht sind. Also hat Monica den Bhandlungsraum kurzerhand in ihr Büro verlegt, in dem allerdings auch vier Welpen und ein Katzenbaby leben.

Zwei von Acht "Juniors", die mit uns nach Deutschland reisen durften
Obwohl es sehr beengt zugeht, ist es zur Zeit auf dem Gelände relativ ruhig. Etwa 60 Hunde bewohnen momentan die Anlage, in der Sommersaison werden es etwa doppelt so viele sein. So hat das keine Team etwas zeit, um ausgiebig mit den Hunden zu schmusen und kann auch die Zeit in den Freiläufen für jeden verlängern.
Weiter geht es in Teil 3 …
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