Das Tierheim Békéscsaba (Ungarn)

Vor lauter (Vor-)Weihnachtsstress bin ich garnicht dazu gekommen, über den letzten Hilfstransport in diesem Jahr zu berichten, den wir gemeinsam mit unseren Freunden von den Fellfreunden gefahren sind. Hier nun ein kurzer Überblick:

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Békéscsaba liegt etwa 250 km von Budapest entfernt. Eine direkte Autobahnanbindung gibt es nicht, so dass die letzten 120 km über die Hauptstraße 44 Richtung Rumänien führt. Dem entsprechend sollte man etwas Zeit und Abenteuerlust mitbringen, wenn man Békéscsaba gesund und in einem Stück erreichen möchte. Neben haarsträubenden Überholmanövern völlig überladener Lastwagen stellen den Fahrer tiefe Schlaglöcher und als spannend zu bezeichenden Kurven vor diverse Bewährungsproben.

Dieser Teil Ungarns gehört zu den ärmsten Regionen des Landes und auf Grund dessen, dass Békéscsaba nicht sehr zentral liegt, war das Tierheim, in dem ca. 170 Hunde leben, bis vor kurzem noch auf sich allein gestellt. Nun erhält das Team um Beáta Molnár und Kati Gubis Unterstützung von den Fellfreunden, die auch diesen Hilfstransport organisiert haben.

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Trotz der widrigen Verkehrsbedingungen haben wir es geschafft, Békéscsaba mit unserem bis unter das Dach mit Spenden vollgepackten Transporter mit nur etwa einer Stunde Verspätung zu erreichen. Der Winter in Ungarn ist erstaunlich kalt, schon am frühen Nachmittag zeigt das Thermometer Minusgrade an. Wir haben viel zu wenig Zeit, da es im Dezember bereits um 16 Uhr dämmert.

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Das erste, was uns auffällt, als wir das Tierheim erreichen, ist der alte Krematoriumsofen, in dem früher die toten Tiere verbrannt wurden. Heute passiert dies auf dem Grundstück unmittelbar neben dem Tierheim. Die Betreiber des Tierheimes sind verpflichtet, eine Abdeckerei zu betreiben und alle toten Tiere der Region anzunehmen und zu entsorgen.

Der wirklich gruselige alte Ofen ist schon einige Zeit nicht mehr in Betrieb und die Hunde nutzen ihn als “Kletterburg”.

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Nachdem wir von Beáta und Kati freundlich begrüßt wurden, machten wir uns zunächst daran, die Spenden abzuladen. Dank vieler Spenderinnen und Spender in Deutschland, ist es den Fellfreunden gelungen, jede Menge dringend benötigtes Welpenfutter für die vielen Junghunde zu sammeln.

Außerdem konnte die Tierschutzinitiative aus Wiesbaden jede Menge Decken und anderes Material sammeln, so dass die Mitarbeiter ihre Schützlinge besser vor der eisigen Kälte des ungarischen Winters schützen können.

Überhaupt fehlt es hier an allen Ecken und Enden. Immerhin konnten die Tierschützer Spenden für neue Zwinger sammeln, nachdem es in einem Freilauf zu einer tödlichen Beißerei gekommen war. Die neueste Errungenschaft, die die Fellfreunde Beáta und Kati übergeben konnten, ist ein gut erhaltener Wohncontainer, der nun den Welpen und kranken Hunden eine trockene und warme Unterkunft bietet.

Alleine in den wenigen Stunden, die wir vor Ort sind, werden vier Hunde abgegeben. Ein junger Mann fährt vor und händigt Beáta einen verschnürten Sack aus, der vor ihm auf die Straße geworfen wurde. Als die Tierheimleiterin den Sack aufschneidet, findet sie drei erst weinige Wochen alten Welpen vor. Glücklicherweise scheinen die Babies ihr Martyrium gut überstanden zu haben.

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So gibt es für die drei Zwerge immerhin noch ein kleines Weihnachtswunder. Nun sind sie in Sicherheit und warten auf ein liebevolles Zuhause.

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Ein Kommentar zu “Das Tierheim Békéscsaba (Ungarn)”

  1. Erika Wicker sagt:

    Vielen Dank für den Bericht, Normen, auch im Namen unserer Békéscsabaer Freunde!
    Eine gute Nachricht: zwei von den kleinen “Plastiksack-Welpen” wurden gestern in Békéscsaba adoptiert, und den dritten – damit er sich nicht so allein fühlt, – nahm natürlich Beáta mit sich nach Hause: es sind ja jetzt bei ihr “nur” 4 Pflegewelpen – neben den 5 eigenen Hunden und 5 Katzen…
    Der Container hat auch schon Bewohner: u.a. eine Mamahündin mit 5 Welpen. Stell dir vor, diese Hundefamilie lebte auch in der Kälte unter freiem Himmel, die Mamahündin ging jeden Tag zum Bahnhof, um von den Leuten etwas Essen zu bekommen. Das Tierheim wurde dann angerufen, Bea und Kati suchten 2 Stunden lang die Welpen, bis sie die Kleinen unter einem Busch gefunden haben. Zum Glück geht allen gut, Mamahündin ist sehr freundlich und schön, aber recht mager, so bekommt sie immer – dank eurer Spende – Extrafutter.
    LG
    Erika

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