Die Scham, der Gattung “Mensch” anzugehören …
Von Normen | 24. Februar 2009 | Kategorie: Aktuelle Informationen |Folgenden ausführlichen und interessanten Bericht hat uns Herr Arras gesendet. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.akt-mitweltethik.de/.
Liebe Mitstreiter, liebe Tierschützer,
die Brutalität gegenüber Tieren im Rahmen ihrer industriellen Ausbeutung ist uns allen nur zu bekannt – sie ist an Grausamkeit, Ignoranz und Intensität kaum noch zu überbieten und natürlich gibt es dafür keinerlei Rechtfertigung – aus unserer Sicht.
Die Verantwortlichen mögen das vorgeblich anders sehen: Sachzwänge, Akkordarbeit, Gewinnmaximierung etc. werden als „Rechtfertigungen“ angeführt.
In vielen Jahrzehnten ist es uns nicht gelungen, auch nur eine einzige Form der Tierschutzmißstände abzuschaffen. Ob Tierversuche, Massentierhaltung, Tiertransporte, Schächten, Jagd, Pelztiere – ganz egal, welches Thema es auch sei – nichts davon wurde abgeschafft oder auch nur eine Mäßigung der Zustände herbeigeführt. Eine Weiterentwicklung tierschützerischer Ethik auf Themen wie Zoohandel/ Heimtierhaltung, Fischerei, Wildtiere, Wechselwarme, Wirbellose etc., wie dies die AKT in den 90er Jahren anstrebte, scheiterte schon daran, dass die „alten“ Themen noch immer keiner Lösung zugeführt werden konnten.
Der Tierschutz tritt auf der Stelle, ist gesellschaftlich an den Rand gedrängt worden – niemand mehr gibt einen Pfifferling auf die Belange der Nichtmenschen – die Medien nicht, die Politik nicht, die Kirchen nicht, die Gesellschaft nicht.
Aus diesem Grunde befasse ich mich seit 2001 sehr intensiv mit der Psychologie des Menschen, nachdem ich erkennen musste, dass die Menschen für ethische Konzepte wie Mitweltethik einfach nicht konfiguriert sind – da sie sozusagen die falsche Software für die „Programme“ der Tierethik oder gar Mitweltethik „geladen“ haben.
http://www.youtube.com/watch?v=heBpygSTTQk&feature=related
Kücken
Intensiv beobachte ich, auch mithilfe des Internets, wie sehr die Perversionen und Psychopathologien weltweit zunehmen. Menschen, die nicht in Schlachthöfen arbeiten (müssen), die keinen wirtschaftlichen Zwängen unterworfen sind, die sie ggf. zur Rechtfertigung von Grausamkeiten gegenüber Tieren anführen könnten, quälen Tiere zu Tode – einfach so, aus Lust und Spaß und stellen dann ihre „Heldentaten“ stolz ins Internet.
Da kauft sich jemand ein Huhn auf dem Markt, nimmt es mit nach Hause und schneidet ihm dort, vor laufender Kamera langsam den Kopf ab.
Ich habe bei Youtube mal über private Schlachtungen recherchiert und war total entsetzt:
Dort gibt es so viele Filme darüber, dass man diese gar nicht alle ansehen oder auch nur kurz sichten kann – jedenfalls nicht, wenn man auch noch anderweitig beschäftigt ist.
Falls jemand der Ansicht ist, dass es sein Recht ist, ein Tier zum Zwecke der Ernährung zu töten – und die Zahl derer, die das vertreten ist die überwiegende Mehrheit aller „menschlichen“ Erdenbürger – dann ist dieser als Mensch intelligent und erfinderich genug, sich hierfür eine schnelle und schmerzlose Methode einfallen zu lassen, wenn er das wollen würde.
Aus tierfachlicher Sicht ist die Enthauptung bei allen Tieren mit zentralem Nervensystem sicherlich die schnellste Variante, da das Nervenzentrum Gehirn augenblicklich vom Rest des Körpers abgetrennt wird, was den unmittelbaren Tod, zumindest bei Warmblütern, zu folge hat. (Bei Reptilien und Fischen ist das aus diversen Gründen leider nicht so.)
Das private Schlachten von Hühnern, Puten, Gänsen etc. erfolgt in Mitteleuropa und weiten Teilen der USA dadurch, dass der Kopf mit einem Beil augenblicklich abgetrennt wird.
http://www.youtube.com/watch?v=b5eTKGv9zKU
„easy chicken kill“
http://www.youtube.com/watch?v=rtkUk92mBQk
How to kill a Rooster
Doch die meisten Menschen auf der Erde – vor allem in Südeuropa, Afrika, Südamerika, teilweise Nordamerika und in Asien „schächten“ alle Tiere, wenn sie diese schlachten. Ob das Schwein, das bei vollem Bewußtsein „abgestochen“ wird, das sogenannte Geflügel, Weidetiere – es gibt für fast alle KEINE vorherige Betäubung!!!
http://www.youtube.com/watch?v=E4iuBA4n3NI&NR=1
Alte Frau schächtet kleine Hühner
http://www.youtube.com/watch?v=tVUHOJlpakU&NR=1
Asiaten schächten Hühner am Boden
Fast alle erleben ihren elenden Tod bei vollem Bewußtsein mit. Es wird an ihren Hälsen herumgeschnippelt, meist langsam, ohne Routine und ganz offensichtlich aus Freude daran.
http://www.youtube.com/watch?v=FVtqjQrniBA&NR=1
Massenschächten von Hühnern in Trichtern
http://www.youtube.com/watch?v=_Pe6xND0H9Q&feature=related
Ferkel wird lebend entblutet
http://www.youtube.com/watch?v=s_DQQAjDrBE&NR=1
Rinderschlachtung Afrika
http://www.youtube.com/watch?v=T4xWne-rZbE&feature=related
Rinderschlachtung USA ohne Betäubung
http://www.youtube.com/watch?v=Mj00Q3n_ADU&NR=1
Meeresschildkröte lebend ausgeschlachtet
http://www.youtube.com/watch?v=wPdQ9Y8ajPk&NR=1
Fisch- und Kroko- Schlachterei in China
http://www.youtube.com/watch?v=GsG77AmGuxQ&NR=1
Huhn mit stumpfen Messer
http://www.youtube.com/watch?v=lMaGRe2I0eQ&feature=related
Huhn wird lebend entblutet – an ihm wird rumgesäbelt
http://www.youtube.com/watch?v=J9Pad4otpGE&feature=related
Huhn bekommt langsam den Kopf mit Messer abgeschnitten von einem Jungen
Die meisten Schlachtszenen, die ich auf Youtube angeschaut habe, werden mit Freude ausgeführt, oft stehen viele Leute drumherum, die amüsiert zusehen, auch kleine Kinder.
http://www.youtube.com/watch?v=Qw7RIIbfFMQ&NR=1
Junge Leute köpfen Huhn und lachen
Nicht selten werden die Grausamkeiten sogar von Kindern und Frauen ausgeführt und so gut wie immer wird dabei gelacht – manchmal sogar applaudiert.
http://www.youtube.com/watch?v=A_yI8_y97hE&NR=1
Frau köpft, Mann hält Huhn
http://www.youtube.com/watch?v=Zp3I4jI8Kak&feature=related
Junge Frau schlägt mit Stock auf den Hals eines Huhnes ein, bis der Kopf ab ist
http://www.youtube.com/watch?v=6kceDf3Px18&NR=1
Kinder schlachten Hühner in den USA
http://www.youtube.com/watch?v=Nm0wiArh_AU&feature=related
Kind säbelt Kopf eines toten Huhnes ab
http://www.youtube.com/watch?v=kYdtSjdoZsA&NR=1
Junge köpft Huhn mit Axt
Bei den qualvollen Schächtungen von Hühnern habe ich mich oft gefragt, weshalb diese Leute nicht einfach schnell den Kopf abtrennen. Meine einzige Erklärung ist die, dass sie die Qualen der Tiere so lange wie möglich zu eigenen Belustigung/ Aufgeilung aufrechterkalten wollen.
Aus denselben Gründen waren öffentliche Hinrichtungen schon immer im Volk sehr beliebt und auch die Schaulust bei Unfällen zeigt, wie sehr die Qualen anderer viele – ja wahrscheinlich die meisten Menschen innerlich positiv erregen. Ich arbeite derzeit an eine Analyse dieses Phänomens und bin auch deshalb an Euren Erfahrungen, Erlebnissen, Ansichten etc. interessiert.
http://www.youtube.com/watch?v=mYgcqWwrF1Y&NR=1
Truthahn wird geschächtet
Ich habe eine Sammlung von Film-Links angelegt und möchte, dass Ihr Euch diese mal genau anschaut. Achtet bitte nicht nur auf die Tiere dabei, sondern auch auf die Schlächter, ihr Verhalten, ihre Stimmung und auch auf das Publikum, das fast immer dabei ist.
Worum es mir geht: Ich sehe nach meinen langjährigen Erfahrungen im Tierschutz und den baren Nichterfolgen in allen Tierschutzbereichen keine andere Möglichkeit mehr, als den Aggressor „Mensch“ intensiv zu studieren, um ggf. hierdurch einen Weg zu finden, ihn mit den Nichtmenschen zu vergesellschaften, ihn in die Biosphäre zu reintegrieren.
Es hat doch keinen Sinn, sich in Aktionen zu versuchen, die immer und immer wieder zum Scheitern verurteilt sind, ins Leere laufen, weil diese Menschheit einfach keinen Bock darauf hat, die Tiere zu respektieren, zu achten und vor ihrer eigenen Destruktivität zu verschonen.
Wir müssen völlig neue Wege gehen, Gedanken entwickeln, die noch nicht gedacht wurden und daraus neue Strategien entwickeln.
Dass solche Filme von jedem Internetnutzer angeschaut werden können, wird zu Folge haben, dass Nachahmung „in vivo“ früher oder später angestrebt wird. Dass das Schlachten, Meucheln, Abmurksen, Killen, Totquälen etc. anscheinend Spaß macht – ja mehr noch, der Befriedigung von Perversionen bis hin zu sexuellen Stimulierungen führt, dürfte jedem als Motiv, sowas zu tun und zu filmen, um es sodann ins Internet zu stellen, klar sein.
http://www.youtube.com/watch?v=OS7qhyAHIBA&NR=1
Junge köpft mehrere Hühner und ist sehr erregt,
http://www.youtube.com/watch?v=SisU0fxuxDg&NR=1
Hühnerköpfen zum Spaß im Keller (Deutschland)
Ich befürchte, dass durch das Internet eine zunehmende Enthemmung, Grausamkeiten zu begehen, ausgelöst wird und auch die neuen Generationen seelisch geschädigt werden und somit ein adäquates Mensch- Tier- Verhältnis auch nicht in fernerer Zukunft möglich sein wird.
http://www.youtube.com/verify_age?&next_url=/watch%3Fv%3DNp-CMeM_86c%26feature%3Drelated
Junger Deutscher köpft Hahn mit der Bemerkung, es hätte Spaß gemacht.
http://www.youtube.com/watch?v=bJ6QRKGzi_w&feature=related
Mehrere Puten werden geköpft, Jungs halten sie fest
Bitte schaut Euch diese Filme an und bitte teilt mir Eure Meinung dazu mit – wir brauchen eine Diskussion über die Verwirklichung dessen, was wir alle gemeinsam anstreben. Diese endlosen Petitionen und Protestaktionen bringen uns doch keinen Milimeter weiter. Politik und Medien haben uns doch längst kaltgestellt – deswegen brauchen wir neue Strategien, neue Methoden, neue Einsichten und neue Allianzen, um den Kampf für die Tiere einer Neuauflage zu unterziehen.
Wir müssen unsere Gegner, die Feinde der Tiere, studieren, sie kennen, ihre innersten Mechanismen ergründen, wenn wir mit optimierten Methoden gegen sie neu antreten wollen. Es reicht nicht, nur zu sagen, was richtig und gut ist – wir müssen uns auch fragen, wie wir es NACHHALTIG etablieren können.
Meldet Euch!
Noch was: Die Filme sind schlimm, ich weiß. Aber denkt daran, dass wir gegenüber diesen Opfern das Privileg haben, nicht in deren ausweglosen Lage zu stecken. Ich denke, dass es unsere Solidarität mit unseren Schützlingen notwendig macht, wenigstens die Stärke aufzubringen, ihr Leid anzusehen, auch wenn es uns traurig, wütend, verzweifelt und besorgt macht. Wir müssen, wenn wir unseren selbst erwählten Job, Anwälte der Tiere gegenüber den Menschen zu sein, ernst nehmen, viel viel mehr Objektivität, Nüchternheit und Sachlichkeit, Kühnheit und Scharfsinn an den Tag legen, denn es geht um die, die wehrlos sind und uns deshalb brauchen – sie verdienen die besten Anwälte, oder?
In tierschützerischer Verbundenheit
AKT- AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Peter H. Arras – Geschäftsführer
http://www.akt-mitweltethik.de/
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