Grausam, diese Deutschen …

Vor einigen Tagen erreichte uns eine E-Mail mit schrecklichen Bildern aus Asien. Auf diesen sind Fotos aus Schlachthöfen und Restaurants zu sehen, die sich auf Hunde spezialisiert haben. Und tatsächlich sind die Darstellungen drastisch und zeigen die qualvollen Transporte der Tiere, die brutale Schlachtung und die Weiterverarbeitung und Zurschaustellung des Fleisches.

Im Betreff stand: “Grausam, diese Chinesen”.

Bei genauem Betrachten der Bilder stellte ich fest, dass es – zumindest auf diesen Fotos – wohl eher grausame Vietnamesen sind, die hier zu sehen sind. Aber davon abgesehen kamen mir die Szenen auf den Fotos merkwürdig bekannt vor.

Und siehe da: Abgesehen von der antiquierten Ausrüstung und der mangelnden Hygiene, die auf den Bildern offensichtlich wird, handelt es sich bei den Tätigkeiten um genau solche, denen auch im Schlachthof in Ihrer Nachbarschaft nachgegangen wird.

Aber sehen Sie selbst:

(Schlachthof-Bilder: www.soylent-network.com):

Bilder von Tiertransporten– in Asien und in Deutschland

Massentierhaltung – Hüben wie Drüben

Töten von Tieren – oben mit einem Knüppel, die Kuh hatte Pech und hat den Bolzenschuss überlebt.

Weiterverarbeitung

Groß-Schlachtereien – oben Asien, unten Deutschland

Wie sich die Bilder gleichen

Nun frage ich mich,  WAS genau an den Chinesen bzw Vietnamesen grausam ist.

Die Tatsache, dass sie Hunde schlachten und essen? Oder die Tatsache, dass es grausam geschieht?

Nunja, zum Einen: Das Verspeisen von Hunden war vor garnicht allzu langer Zeit im Süden Deutschlands und insbesondere in der Schweiz noch Gang und Gäbe.

Hierzu empfehle ich Ihnen ein Interview der schweizer Boulevard-Zeitung “Blick” aus dem Jahre 2008 mit einem Landwirt:

Bauer Bruno D. aus dem St. Galler Rheintal versteht die ganze Aufregung nicht. Für ihn sind Katzen- oder Hundebraten so normal wie ein Kalbs- oder Schweinskotelett. «Er ist mir als Hundeesser bekannt», sagt Tierschützerin Edith Zellweger.

SonntagsBlick trifft D. in seinem Stall beim Melken: «Ich esse mindestens einmal im Jahr geräucherten Hund», erzählt er, «früher noch viel häufiger.» Meistens sind es die überschüssigen jungen Hunde vom eigenen Hof, die er nicht sofort tötet, sondern verspeist, wenn sie maximal ein Jahr alt sind – dann schmecken sie, laut D., am besten.

In der Schweiz ist es nämlich nicht verboten, Hunde zu schlachten und zu essen, so lange die nicht kommerziell geschieht.

Das Verbot, Hundefleisch zu gewinnen und anzubieten ergibt sich für die Schweiz aus Art. 2 der Verordnung des EDI über Lebensmittel tierischer Herkunft vom 23. November 2005.[19] Das Verbot gilt allerdings nur für den kommerziellen Verkehr; Gewinnung und Verzehr für den Eigengebrauch sind zulässig,[20] solange kein Verstoß gegen die Tierschutzgesetzgebung vorliegt.[21]

Und weiter:

Allerdings gab es auch in Gebieten, in denen die Bevölkerungsmehrheit kein Hundefleisch aß, Regionen, in denen regelmäßig Hunde verspeist wurden. Beispiele dafür sind das Appenzeller- und das Bündnerland in der Schweiz oder einige sächsische Städte. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den Jahren um 1900 in Chemnitz durchschnittlich 226, in Dresden 136 und in Zwickau 58 Hunde jährlich geschlachtet.

(Quelle:wikipedia, Blick.ch)

Zum Anderen: Nun bemühen viele Hundefreunde gerne den Unterschied zwischen “Nutz”- und “Haustieren”. Dies ist natürlich völliger Blödsinn, da es sich um in beiden Fällen domestizierte Tiere handelt und dem entsprechend ist eine Kuh genauso Haustier wie eine Katze oder ein Hund. Der Zusatz “Nutz” definiert nur, dass das Tier den Niedlichkeitsfaktor-Wettbewerb verloren hat und statt gestreichelt zu werden für unseren Konsum herhalten muss. Schwierig wird die Differenzierung spätestens beim Kaninchen oder beim Lamm.

Wenn Sie sich nun über meinen Vergleich aufregen sollten, gebe ich Eines zu bedenken.

Genau SO wird unser Fleisch produziert und so traurig es ist:

Bis heute wurde noch keine Schnitzelblume entdeckt.

Für die unter Ihnen, denen das bewusst ist, ein interessanter Link:

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12 Kommentare zu “Grausam, diese Deutschen …”

  1. Jenna sagt:

    Hallo Normen!
    Ich selber bin Vegetarier, sorry!
    Ich kaufe das Fleisch für meine Familie in der kleinen geprüften Metzgerei vor Ort und ich habe mir auch die Schlachtung in dieser Metzgerei angeschaut.
    Ich habe auch nie auf militante Veganer geschimpft, sondern darum gebeten, dass hier nicht der militante Tierschützer zum Vorschein kommt.
    Ich bezweifle, dass der Umgang mit Schlachttieren egal welcher Art in Deutschland vergleichbar mit dem Umgang im asiatischen Raum ist.
    Liebe Grüsse!!!

  2. Thorsten sagt:

    Liebster Jens,

    versuche – im Rahmen Deiner cerebralen Möglichkeiten – den Artikel doch einmal möglichst objektiv und interpretationsfrei zu lesen und vielleicht auch noch andere Artikel, die auf dieser Internetpräsenz veröffentlicht wurden, z. B. :

    http://www.lassy.org/und-donnerstags-kein-fleisch/

    Merkst Du nun etwas?

    Mit freundlichsten Grüßen und von ganzem Herzen

    Thorsten

    “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.” (Albert Einstein)

  3. Jens sagt:

    Hallo Normen
    Zu Deiner Frage.
    Ja, ich würde mir mein Fleisch selber schlachten, denn ich bin Metzger.
    Und genau daher nehme ich mir auch das Recht, hier zu behaupten das in Deutschland nicht so brutal abgeschlachtet wird wie in China. Diese Behauptungen dieser so genannten “Tierrechtler” sind schlicht und einfach an den Haaren herbei gezerrt.
    Noch was am Rande, In Deutschland werden auch keine Schweine oder Rinder bei lebendigem Leibe gehäutet, so wie die Hunde in China auf den Farmen, nur um Profit in den westlichen Staaten zu machen.

  4. Normen sagt:

    Hallo Jens, hallo Jenna,
    zunächst: Was zum Teufel soll ein “militanter Veganer” sein?
    Vielleicht jemand, der mit grober Gewalt arme Blümchen verprügelt? Ich glaube, Ihr meint eher militante Tierrechtler, oder?

    Nunja, ich weiß zwar nicht, in welchem kausalen Zusammenhang Veganismus bzw. Vegetarismus mit diesem Artikel stehen, was mir jedoch sehr wohl auffällt, ist die Tatsache, dass Ihr gerne überseht, dass es in diesem Artikel garnicht um das Essen von Fleisch geht.

    Vielmehr möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es vielleicht doch ein bisschen bigott sein könnte, mit dem Finger auf “die grausamen Chinesen” zu zeigen und gleichzeitig abgepacktes Industrie-Fleisch bei Aldi zu kaufen. Und damit spreche ich genau die TierfreundInnen an, die sich für ein Kätzchen ein Bein ausreißen, denen eine Kuh aber scheißegal ist (ich weiss ja nicht, ob ihr zu dieser Gruppe gehört).

    Das Argument, dass in Deutschland niiieeemals so brutal geschlachtet werden würde, finde ich zumindest mal fragwürdig. In Anbetracht der Tatsache, dass das Tier am Ende tot ist, wo genau liegt der Unterschied?

    Glaubt Ihr, die Kuh wird nur ein bisschen getötet? Oder das in einem Schlachthaus so eine mauschelich heimelige Atmosphäre mit Kerzenlicht, gedämpfter Musik und angenehm parfümierter Luft herrscht?

    Klar, der moderne Schlachtergehilfe, der für 4,50 Euro die Stunde am Fliessband mit dem Bolzenschußgerät Tiere erlegt, nimmt sich für jede Kuh und jedes Schwein einen kurzen Moment der Andacht, streichelt und beruhigt das Tier und legt großen Wert darauf, dass es allen gut geht. Öhm …

    Jetzt mal ernsthaft:
    Der sublimierte Reflex, bei diesem Thema über Veganer/Vegetarier zu schimpfen statt über sein eigenes Konsumverhalten nachzudenken, ist meiner Meinung nach ein kläglicher Versuch dem Thema aus dem Weg zu gehen und gaaanz weit weg zu schieben. SO denken nur die “militanten Veganer”, dieses unnormale Volk, mit denen ein “normaler” Mensch nichts zu tun haben will.

    Eine Frage noch:
    Würdet Ihr Euer Fleisch selber schlachten oder wäre Euch das zu ekelig? Gerne vermittel ich Euch einen Kontakt zu einem Schlachter, der freut sich immer über Praktikanten.

    So, ich geh mir jetzt ne Katze jagen *yummie* :-)

    Liebe Grüße!
    Der Normen

  5. Jens sagt:

    Ich finde diesen Vergleich einfach nur krank. Ein immer wieder kehrender Beitrag von den immer wieder selben militanten Veganern, die Fleischesser bekehren wollen. Kein Schwein oder Rind wird hier in Deutschland so grausam abgeschlachtet wie die Hunde in China. Ich habe hier eher das Gefühl, das diese militanten Veganer, die ständig so einen Schrott hier und überall einsetzen, die grausame Abschlachtung der Hunde in China nur verharmlosen wollen. Und genau das zeigt mir wie herzlos Veganer im Umgang mit Tieren in Wirklichkeit sind. Also, ich finde diesen Beitrag einfach nur unpassend und absolut niveaulos.

  6. Jenna sagt:

    Ich bekenne!
    Ich bin auch so ein Arschloch, dass Fleisch kauft und isst und ich bringe es auch noch meinen Kindern bei. Milchkonsumenten sind wir auch noch und unterstützen somit auch noch die Nachproduktion von Rindern. Eier verzehren wir auch, was unverantwortlich ist, da ja nicht immer die Eier in den Packungen sind, die drin sein sollten. Auch mein Hund bekommt Trockenfutter mit Fleischanteil.
    Es geht noch schlimmer: wir sind alle tetanusgeimpft!

    Die hier gezeigten Fotos ähneln sich. Jedoch ist fraglich, wie oft der nicht fixierte Kopf des Hundes traktiert wurde.
    Ich kann mich daran erinnern, dass vor Jahren auf RTL eine Tötung eines Hundes in China gezeigt wurde. Der Hund wurde mit einer Schnur aufgegangen und ohne Betäubung abgeflammt. Die Begründung war, dass das Adrinalin das Fleisch zart machen würde.
    Ich bezweifle, dass das auf deutschen Schlachthöfen passieren würde.
    Zudem macht es einen Unterschied, ob ich im Familienbetrieb kaufe oder ob ich Fliessbandfleisch kaufe.

    Bitte versucht doch mal, zu differenzieren und nicht immer nur den militanten Tierschützer raushengen zu lassen.

  7. es ist traurig das mit tieren so umgegangen wird aber das ist nicht überall so in deutschland. Man muss nicht gegen das essen von Fleisch sein, aber man sollte schauen wo man es her bekommt.
    denn nicht alle die tiere schlachten quälen die tiere…
    das lebewesen (sogar gewisse pflanzenarten) andere lebwesen essen ist normal. löwen sind ja auch nicht böße wenn sie eine gazelle reißen. es ist einfach ein überlebensinstinkt.
    es stellt sich auch keiner hin und sagt oh schau mal der böse bauer hat gerade einen apfel der noch weiterleben wollte vom baum gerissen…
    bei dem spruch von Hime(wasn name) in dem es heisst: “wie wäre es wenn die tiere die menschen selber schlachten würden?”, is n bisschen lahm würde ich sagen.. denn menschen werden in gewissen ländern von tieren gegessen. ein hai sagt ja nich oh das is ein mensch den ess ich jetz mal nicht.. und das ist glaub ich auch nicht gerade sanft wenn einem surfer der arsch von nem hai abgebissen wird… aber es ist ein überlebensdenken…
    man sollte einfach respektvoll mit dem leben umgehen und egal in welcher situation…

    safe the whales!!!

  8. Chris sagt:

    Hammervergleich!!! Ist doch echt egal ob Hunde oder Kühe geschlachtet werden liebe Birka. Wieso soll ein Tier mehr Wert sein als ein anderes? Kühe, Schweine, Schafe, Pferde etc. haben einfach nicht das Glück, dass du so eine innige Beziehung zu ihnen hast wie zu Hunden! Kein Tier will sterben, also ist der Weg solches Übel zu verhindern, auf das Essen toter Tiere zu verzichten.

  9. Birka sagt:

    Hallo und guten Abend,

    natürlich bin ich auch gegen Tierquälereien in Deutschland und die viel zu langen Tiertransporte,
    auf denen so viele Tiere grausam verletzt werden und verenden, die ins Ausland stattfinden.

    Aber wenn wir uns die Bilder und Videos im Internet der Asiaten ansehen, wie bestialisch diese
    mit den Hunden, den besten Freund des Menschen, umgehen, spottet jeglicher Beschreibung.
    Wenn die Deutschen hier keinen Haß auf Chinesen, Japaner, Thailänder bekommen, ist wahrlich
    kein Hundefreund.
    Ich selbst habe mir seit 2005 3 Hunde aus Spanien und den Inseln “gerettet”, da die Hunde dort
    keine Chance zum Überleben hätten. Windhunde werden nach der Jagdsaison als “Looser”
    lebendig an Bäumen aufgehängt, Podencos bei der Jagd mit Schrotkugeln übersät und schwer-
    verletzt liegen gelassen und sehr viele, viele Streunerhunde in sog. Tötungsanstalten nach 21 Tagen
    “abgespritzt” brutal mitten ins Herz und die meisten Hunde bestialisch vergast.
    Wir können das doch nicht abtun mit dem Satz “in Deutschland werden genauso Tiere gequält”.
    Das stimmt so nicht, die meisten Deutschen sind nicht so brutal.
    Würde ein Deutscher z. B. ein Schaf schächten? Es wird ganz normal betäubt und dann geschlachtet,
    damit es keine Schmerzen hat. Leider wurde das Schächten der Schafe für die hier in Deutschland
    lebenden Türken erlaubt. Eine Riesensauerei!
    Würde das Schächten in deutschen Schlachthöfen nicht erlaubt sein, würden es die Türken in
    Badewanne schächten (= bestialisch schlachten).
    Vielleicht bleibt Euch beim nächsten Pekingenteessen beim Chinesen, wo ihr unwissentlich
    Hundefleisch essen müsst, das Fleich im Halse stecken.
    Wenn ihr meint, daß die Deutschen die gleichen Tierquäler sind, könnt ihr gerne etwas zum
    Tierschutz beitragen und gegen Tiertransporte, Schächten, Qualzuchten von Hunden (Boxer, Mops
    und viele andere) und Katzen (Perserkatzen ohne Nase und immer tränenden Aj
    Augen) demonstrieren.
    Aber bitte nicht die Chinesen, Thailänder, Japaner usw. verteidigen und sagen, das wäre normal.
    So wie die mit den Tieren umgehen spottet jeglicher Beschreibung.

  10. EJ sagt:

    Hallo,
    ganz Klasse Artikel!!!!!!!! vor allem auch der Bildervergleich!!!!
    Leider ist es sehr vebreitet, dass die Chinesen & Co als Grausam angesehen werden, weil Sie Hunde quälen, doch die Grausamkeiten die bei uns geschehen will keiner sehen. Zu einer Kuh, Schwein & Co hat man keine Beziehung wie zu Hund, Katze & Co. Würden wir endlich ALLE die Augen öffnen würde die Tierquälerei auch endlich ein Ende haben…. doch dieses Ende wird leider erst dann eintreffen wenn wir Menschen (das grausamste Tier) aussterben würden….
    Den die Tierquälerei beginnt und Endet nicht bei den “Nutztieren”, wenn man alleiene bedenkt wieviele Hunde in unmöglichen Verhältnissen leben, oder die vielen Kleintieren Hasen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse ihr Leben lang in kleinen Käfige dahinvegetieren
    Da muss man wirklich nicht auf die Chinesen zeigen!!!!!

  11. hime sagt:

    es ist aber wirklich grausam was die menschen mit d tiere machen ….wie wäre es wenn die tiere die menschen selber schlachten würden?die menschen werden es sicher a ned gefallen…
    diese tieren haben auch leben und haben müssen auch das recht haben zu leben …genau wie d menschen…

  12. John sagt:

    Super Artikel, der den Kern der Sache genau trifft! Wer hier über die Chinesen schimpft, während er sich das Schnitzel reindrückt, hat nichts verstanden. Danke Normen, dass du es mal auf den Punkt gebracht hast. Auch den Bildervergleich finde ich wunderbar anschaulich!!!!!!!!!!!!

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