Interview: John D. Kraft vom Tierrefugium Hanau
Von Normen | 13. Februar 2009 | Kategorie: Aktuelle Informationen |Auf unserer Internetseite möchten wir Ihnen gerne einige Tierschützerinnen und Tierschützer vorstellen, die uns mit ihrem Einsatz begeistern und von denen wir denken, dass sie unsere Unterstützung verdient haben. Aus diesem Grund haben wir ein paar Fragen zusammengestellt und diese verschickt.
Unser zweites Interview haben wir mit John D. Kraft geführt. John ist Gründer und Leiter des Tierrefugiums in Hanau. Außerdem hat John viele Jahre in Süditalien aktiv Tierschutz betrieben und ist Autor des Buches “Am Ende des Regenbogens liegt kein Schatz“.
Stelle euch kurz vor und beschreibe, was ihr tut. Wie heisst eure Organisation und wo liegt euer Schwerpunkt?
Ich bin John D. Kraft und Mitgründer und Leiter des Tierrefugium Hanau. Das Tierrefugium Hanau ist ein Gnadenhof. Wir nehmen hier Tiere auf, die keiner mehr haben will. Im Tierrefugium Hanau finden all die Tiere ein Zuhause, denen das Schicksal besonders übel mitgespielt hat. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt immer in der Rettung von Tieren. Gleich welcher Art und gleich woher. Tierschutz kennt keine menschengemachte Grenzen.
Wie seid ihr dazu gekommen? Was war der ausschlaggebene Punkt, warum du zum Tierschutz gekommen bist?
Zum Tierschutz bin eher zufällig gekommen. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, dass ich das “Hauptberuflich” machen müsse. Der ausschlaggebene Punkt war die Erkennntnis, dass ich nicht mehr bereit bin, die fortschreitende Gefühlskälte der Menschen hinzunehmen und mich für die Geschöpfe einsetzen muss, die darunter leiden müssen.
Beschreibe unseren Lesern die Situation bei euch vor Ort und wie sieht euer Alltag aus?
Wir leben hier im Tierrefugium Hanau wie in einer großen Familie. Im Grunde gibt es keinen Alltag, weil unsere wunderbaren Tiere dafür sorgen, dass jeder Tag neu erlebt wird. Sie haben immer mal wieder was auf Lager, um aus alltäglichem etwas Besonderes zu machen.
Was konntest ihr erreichen, woran arbeitet ihr im Moment und was erhofft ihr euch von der Zukunft?
Wir konnten viele Menschen für unsere Sache gewinnen, zahlreiche Tiere retten und einen Ort schaffen, an dem sich die Tiere sicher, wohl und gut aufgehoben fühlen. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft noch viele Menschen mit unserer Tierschutzarbeit begeistern können und dass unsere stete Aufklärungsarbeit Früchte trägt. Wir versuchen im Tierrefugium Hanau ein wenig das Zusammenleben mit Tieren vorzuleben und hoffen, dass sich einige Menschen hieran ein Beispiel nehmen.
Was sind die schlimmsten Probleme und welche Hilfe benötigt ihr am dringendsten?
Probleme gibt es zahlreiche. Vom Personalmangel bis hin zum Finanziellen kämpfen wir – wie wohl jeder kleinere Tierschutzverein auch – von Monat zu Monat ums überleben und versuchen dabei noch anderen Tierschützern im Ausland ihm Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Hilfe brauchen wir in aller Form. Seien es nun Geld- oder Sachspenden.
Erzähle uns noch, was dir auf dem Herzen liegt und was du gerne loswerden möchtest.
Ich danke all den Menschen, die uns so wunderbar Unterstützen und helfen, das Tierrefugium Hanau zu einem besonderen Platz für Tiere in Not werden zu lassen.
Wie können wir helfen? Gib bitte eine Adresse und ein Spendenkonto an!
Spendenkonto:
Frankfurter Volksbank
Ktonr.:
60 01 45 49 92
BLZ:
501 900 00
Spendentelefon:
0900 1226644 (je Anruf 5 EUR)
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