Interview: Mònica Palnas Casviner vom C.A.A.D. in Castellbisbal
Von Normen | 13. November 2009 | Kategorie: Aktuelle Informationen |Auf unserer Internetseite möchten wir Ihnen gerne einige Tierschützerinnen und Tierschützer vorstellen, die uns mit ihrem Einsatz begeistern und von denen wir denken, dass sie unsere Unterstützung verdient haben. Aus diesem Grund haben wir ein paar Fragen zusammengestellt und diese verschickt.
Unser erstes Interview haben wir mit Mònica Palnas Casviner geführt. Mònica führt mit ihrem Team das C.A.A.D in Castellbisbal nahe Barcelona. Einen ausführlichen Bericht über Mònica und ihr Team finden Sie hier.
Mònica spricht ganz hervorragend deutsch und ich habe mich entschieden, ihre Antworten nicht in Sachen Grammatik und Rechtschreibung zu korrigieren, damit ich nicht versehentlich ihre Aussagen verfälsche.
Stelle euch kurz vor und beschreibe, was ihr tut. Wie heisst eure Organisation und wo liegt euer Schwerpunkt?
Wir sind eine kleine Gruppe von 3 Frauen und 2 Männer die helfen den ausgesezten Hunde und Katzen vom Dorf Castellbisbal, nah von Barcelona. Dort gab es eine Tötungstation und wir haben viel gearbeitet um Hilfe zu bekommen damit wir Familien fuer die Tiere prinzipiell im Ausland finden. Die Tötungen haben sich am Ende von 2003 beendet in dieser Tötungstation Dank zur Hilfe von einigen Deutschen Organisationen. Wir heissen Salvem Animals a Catalunya (Tierrettung in Katalonien).
Wie seid ihr dazu gekommen? Was war der ausschlaggebene Punkt, warum du zum Tierschutz gekommen bist?
Ich habe schon als Teenager ein Paar Strassenhunde in Barcelona abgeholt und nach Hause genommen… einer war ein riesiger Dobermann, ich hatte ihn in der Mitte einer der wichtigsten Strassen Barcelonas gefunden und weil ich nirgendwo hatte ihn zu lassen, ich habe ihn zu meiner Oma gebracht. Meine liebe Oma war erstaunt aber hat’s mir erlaubt dass ich ihn da parke… und einige Tage spaeter (als ich beim Zufall in D. war) meine Schwester hatte ihn vermittelt. Und so fing alles an… Es gibt kein warum. Die Leute die zu den anderen helfen wollen sie wissen es schon in den jungsten Älter. Als Kind ich hatte gedacht ich wuerde Menschen in Afrika helfen, spaeter ich habe gelernt mein Platz war hier, mit den ausgesezten Hunde. Und deswegen habe ich Tiermedizin studiert, ich dachte wenn ich etwas Medizin wissen koennte alles waere fuer meine Aufgabe einfacher! Und ich hatte Recht.
Beschreibe unseren Lesern die Situation bei euch vor Ort und wie sieht euer Alltag aus?
Bei uns in Katalonien es gibt viele Sache die nicht richtig funktionieren. Die Politische Lage unseres Landes ist sehr traurig schon seit Jahrhunderte. Die Erziehung unserer Gesellschaft ist niedrig im Vergleich mit zB D. Die Kultur wegen der Haustiere ist nicht null aber fast. Unser Alltag im TH meint wir müssen immer bereits sein um mit ignorante Menschen und ihre arme Tiere zu handeln. Wir wissen nie wann kommt jemand und uns lügt. Wir wissen nie wie der Tag sich beenden wird: heute wir haben X Tiere, wer weisst ob wir am Ende des Tages X+11 Tiere haben oder X-2 falls sie sich beissen und sterben… (was zum Glück nicht so oft passiert). Wir putzen die Zwinger und Gehege, wir geben Medikamente zu den Tiere, wir müssen das Telefon antworten und versuchen, dass wenn man einen Tier nicht mehr haben kann/möchte, eine gute Loesung zu treffen…manchmal es ist sehr dringend und wir müssen unsere gehirne fit haben um ohne Ende Lösung nach Lösung treffen zu koennen!
Was konntet ihr erreichen, woran arbeitet ihr im moment und erhofft ihr euch von der Zukunft?
Unsere erste Ziel ist dass unsere Tiere so gesund wie möglich sind und zweitens, wir suchen unendlich qualitäts Vermittlungen fuer sie. Wir haben gelernt wir müssen unsere Arbeit lieben, und unseren Alltag auch soviel lieben damit alles klappt am Ende des Tages. Wir dürfen träumen dass die Lage sich verbessert, aber wir hoffen es nicht mehr. Wir sind aktive Menschen, keine Phylosofen… die Phylosofie ist fuer die, die nicht soviel zu tun wie wir haben!
Was sind die schlimmsten Probleme und welche Hilfe benötigt ihr am dringendsten?
- Die Amt versucht nicht dass die Gesetze respektiert werden. Die Amt macht Gesetze und investiert nicht damit man sie beobachtet.
- Es gibt keine Kultur und keine Erziehung (ich rede generell) fuer die Umwelt, die Natur, die Haustiere.
- Unsere Leute geben kein Wert zu den Tiere…
Und im Tierheim:
- Wir brauchen einen richtigen Lager um das Futter zu “parken”
- Wir brauchen unendlich gute Adoptanten
- es gibt immer wichtige Kleinigkeiten die wir brauchen… natürlich auch Geld fuer die OPs die werden vom Rathaus nicht bezahlt.
Erzähle uns, was dir auf dem Herzen liegt und was du gerne loswerden möchtest.
Ich möchte ein Ort haben wo wir ein Mobilhome oder Roulotte parken dürften, damit deutsche Freiwillige zum helfen kommen könnten. Und eine Roulotte waere auch gut zu haben. Aber zuerst das Ort!!
Wie können wir helfen?
- mit Werbung
- mit guten Pflegestellen
- mit Sachspenden
- mit Fahrer
- …
Gib bitte eine Adresse und ein Spendenkonto an!
Konto-Inhaber:
Salvem Animals a Catalunya
Bank:
Banco de Santander
Alfons Sala, 55
E-08640 Olesa de Montserrat
IBAN:
ES73 0049 5080 8320 9501 6560
SWIFT:
BSCHESMM
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