“Keine Misshandlung erkennbar”
Von Normen | 18. Mai 2010 | Kategorie: Aktuelle Informationen |Noch ein Update: Gestern abend habe ich der Behörde eine erneute E-Mail gesschrieben und ihnen eine Frist für eine Reaktion bis heute 12:00 Uhr eintreffend gesetzt. Diese ist nun verstrichen und es geschieht – nichts. Derweil bekommen wir unzählige E-Mails von Menschen, die das Schicksal von Jean und Luise genauso betroffen macht wie uns und die sich an das Amt gewendet haben. Wir halten Euch natürlich weiter auf dem Laufenden!
Update: Die beiden bekommen einen Namen von mir: Der tolle Schäfi heisst ab sofort Jean, wie Jean Luc Picard, dem intelligenten und immer bereiten Captain des Raumschiff Enterprise.
Sie heisst ab sofort Luise, nach Thelma und Luise, eine der Kämpferinnen.
Warum das wichtig ist? Meiner Erfahrung nach leben Lebewesen mit Namen länger! Lasst uns alles tun, dass sie nicht zu Grunde gehen!!!
Liebe Leute,
nochmal! Macht dem Veterinäramt richtig Druck und verteilt den Artikel fleissig weiter.
Es gibt Menschen, die die beiden armen Hunde gerne helfen möchten, ob mit oder ohne rechtlichen Segen. Euer Protest geht an oder telefonisch an die Behörde.
Helft uns, dass das Vet ab morgen nicht mehr zur Ruhe kommt!!!
Bleibt unbequem!
Vielen Dank, Normen
Der Artikel
Eine beinahe unglaubliche Geschichte durften wir heute erleben, die mal wieder die Frage aufwirft, was der wiehernde Amtsschimmel mit Tierschutz zu tun haben könnte.
Aber von Anfang an:
Heute erreichte uns ein Hilferuf aus der Gemeinde Donnersberg, ca. 20 km von Kaiserslautern entfernt:
Seit Samstag renne ich gegen Wände. Die Polizei fühlt sich nicht zuständig, das Tierheim in meinem Wohnort hat auch kein Interesse, das eigentlich zuständige Tierheim meldet sich erst garnicht, die Amts-Veterinärin meinte “Achja – der Halter ist uns bekannt – wir waren da letzte Woche schon” und das Ordnungsamt verweist (wiederrum) an die Amts-Veterinärin.
Dabei handelt es sich hier um einen eindeutigen Fall, wie die Fotos und das Video beweisen. Zu sehen ist ein Schäferhund, der an einer starren Kette gehalten wird und eine Hündin, die einen sehr großen Gesäugeleistentumor sowie Verletzungen am Hinterlauf hat. Deutlich sichtbar wird auf dem Video, dass sie starke Schmerzen hat. Das Kettenhaltung in Deutschland verboten ist, muss ich nicht extra erwähnen.
Doch trotz der eindeutigen Lage findet sich offenbar niemand, der den armen Tieren helfen will.
So setzte ich mich an den Computer und rief zunächst im etwa 20 km vom Ort des Geschehens entfernten Tierheim Kaiserslautern an. Hier wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Gemeinde Imsweiler nicht in den Zuständigkeitsbereich des Tierheimes falle, so dass ich als nächstes beim Tierschutzverein Donnersberg anrief.
Der TSV Donnersberg ist sehr klein, dem entsprechend konnte ich – genau wie die Hilfesuchende – niemanden erreichen. Leider können kleinere Organisationen häufig keine durchgehende Erreichbarkeit garantieren, was natürlich verständlich ist.
Besser erreichbar sind dann schon die Veterinäramter. Also setzte ich mich als nächstes mit dem Veterinäramt des Donnersbergkreises in Verbindung.
Ans Telefon bekam ich einen gelanweilt wirkenden jungen Herrn, der mir direkt zu verstehen gab, dass ich keinerlei Auskunft erhalten würde, da ich ja Außenstehender wäre.
Als ich erklärte, dass ich selber Anzeige gegen den Halter der Hunde erstatten wolle, erwiderte der Herr Veterinär, dass er nichts mit Tierschutz zu tun habe und die zuständige Kollegin im Urlaub sei. Er würde ihr die Informationen jedoch auf den Schreibtisch legen und sie würde sich darum kümmern, sobald sie wieder da sei.
Wie das dann aussieht, weiß ich allerdings bereits:
Mein Versuch diese Menschen wegen Verstoß gg. das Tierschutzgesetz (u.a. unzulässige Anbindehaltung, Verstoß gg. §17, §2, etc) anzuzeigen wurde abgelehnt, mit der Begründung es wäre keine offensichtliche Misshandlung zu sehen! Ich solle mich an das Ordnungsamt wenden.
Wie bereits oben beschrieben verweist das Ordnungsamt wiederrum auf die Amtsveterinärin – willkommen im Bürokratenkarussell!
Doch glücklicherweise sind weder die abwesende Kollegin (ich hoffe, sie ist wegen Fehlsichtigkeit in Behandlung, anders kann ich mir ihr Urteil nicht erklären) noch die gelangweilte Nachwuchshoffnung die Bosse der Welt und haben Vorgesetzte.
Also wendete ich mich als nächstes an die ADD Rheinland-Pfalz, die Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion in Trier. Dort schilderte ich mein Problem und meine Erlebnisse mit dem netten Menschen von Amt.
Und siehe da, die Dame war ähnlich empört wie ich und gab mir den Tipp, mich an die Landesuntersuchungsanstalt zu wenden. Sie war sogar so nett und gab mir den Namen des zuständigen Veterinärs, der quasi der Vorgesetzte der beiden Beamten in Donnersberg ist.
Doch leider hat die LUA nur bis 15:30 Uhr geöffnet, so dass ich lediglich eine Nachricht hinterlassen konnte. Nun warte ich gespannt auf eine Antwort …
Übrigens, sollte ich bei der LUA nicht weiterkommen, bleibt mir nur noch, mich an den Landrat zu wenden – was in etwa so erfolgsversprechend sein dürfte, wie einen Brief an Barack Obama zu schicken.
Wenn Tierquälerei eine Straftat ist, machen sich das Veterinäramt und insbesondere die beiden Mitarbeiter der “Duldung einer Straftat” schuldig?
Den armen Hunden hilft dies freilich nicht weiter, aber vielleicht findet sich ja jemand, der zufällig in 67806 Imsweiler, Felsbergerhof vorbeikommt und ein armes Tier mitnimmt …
Wenn Sie dem Veterinäramt im Donnersbergkreis mitteilen möchten, was Sie von einem derart ignoranten Vorgehen halten, könne Sie sich gerne hier die Aschrift und Telefonnummer raussuchen.
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diese menschen, dürften nie wieder tiere haben, noch nicht mal eine maus!!!!
gottes mühlen langsam, aber gerecht!!!
[...] letzten Jahres war es, dass wir über einen Fall von tierquälerischer Haltung im Donnersbergkreis bei Kaiserslautern berichteten. Zwei Hunde, wir gaben ihnen die Namen Jean und Luise, lebten in [...]
Hey, ich wohne im Nachbarort (1km weiter) und kenne den Hund schon ewig. Mir ist aufgefallen, dass sie seit dem der Hund dieses “Geschwür” hat, einfach einen neuen Hund gekauft haben und lassen den anderen einfach frei rumlaufen. Der lief zwar schon immer frei rum, aber ich finde es unverantwortlich und sowas gehört bestraft! Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube der Hund ist vor kurzem verstorben.
Wenns nach mir ginge, gehören die Besitzer trotzdem bestraft!!!
Weiß man denn jetzt mittlerweile, was mit den Beiden passiert ist?