Offener Brief von Lassy

Liebe Frau G,

seit Jahren sind Sie Tierschützerin und kümmern sich um Hunde aus Südeuropa. Doch in letzer Zeit haben Sie vielleicht aus den Augen verloren, worum es eigentlich geht.

Ist es richtig, dass Sie Schutzverträge zurückziehen, wenn sich herausstellt, dass ein Hund krank ist? Haben Sie Sorge, dass Sie auf den Kosten hängen bleiben, falls die Vermittlung schief geht?

Und überhaupt, stimmt es, dass Sie nur “hübsche” Hunde in Ihre Vermittlung aufnehmen, um nicht Ihre Quote zu gefährden?

Und was ist mit Ihnen, Herr M.?

Sie leiten ein Tierheim und verkaufen Hunde an deutsche Tierschützer.

Stimmt es, dass Sie die Vermittlungsgebühr vor kurzem beinahe verdoppelt haben? Und stimmt es auch, dass die Hunde, die Sie abgeben, häufig schwer krank sind und in erbarmungswürdigen Zustand sind?

Und, wo wir schon dabei sind: Ist es wirklich so, dass Sie gerne als Tierschützer und Wohltäter im Vordergrund stehen und sich tatsächlich noch nie in Ihrem Tierheim haben blicken lassen?

Auch Sie, Frau S., sind gerne in Sachen Tierschutz unterwegs – es ist ja auch eine ehrenvolle Tätigkeit. Aber wenn schon Tierschutz, dann doch bitte kleine Kätzchen und süße Golden Retriever.

Schliesslich waren SIE zuerst da, und SIE wollten doch die Kätzchen retten … Kann es vielleicht sein, dass SIE sich gerne wichtig machen, so nach dem Motto “Tue gutes und rede drüber” und die Tiere Ihnen in Wirklichtkeit egal sind?

Und ihr, lieber Verein B., ist es so, dass Sie gerne mal die Gelegenheit nutzen und hie und da mal eine Transportbox oder Ausrüstung anderer Vereine mitgehen lassen?

Wo wir schon dabei sind, sehr geehrte Frau L., wie ich hörte, möchten Sie die Tiere garnicht mehr abgeben, die Sie gerettet haben. Stimmt es, dass Sie die Ihnen anvertrauten Tiere garnicht vermitteln möchten, sondern zu Ihrem Vergnügen sammeln?

Und Ihr Tierschützer, ist es korrekt, dass Ihr, sobald es ernst wird und mal etwas riskiert werden muss, schön den Kopf einzieht und lieber brav Petitionen einreicht?

Ist es vielleicht so, dass Eure Tierliebe nur soweit geht, so lange Ihr keine Konsequenzen befürchten müsst und es nicht zu viel Mühe kostet?

Natürlich nenne ich keine Namen, das verbietet mir meine Erziehung. Dennoch wär es doch grandios, wenn Ihr mal nachdenkt über das, was ihr da tut – und sei es nur, weil ihr Angst habt, dass euch jemand verpetzt …

Eure Lassy

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