Spanien: Stierkampf als Kulturerbe

Folgende Info von “Stop Corrida” erreichte uns schon vor einiger Zeit durch eine liebe Leserin. Doch auch wenn schon einige Zeit seitdem vergangen ist, möchten wir Ihnen diese nicht vorenthalten:

Die Präsidentin der Madrider Regionalregierung Esperanza Aguirre hat ihre Ankündigung wahr gemacht und von ihrem Parlament den Stierkampf zum Kulturerbe erklären lassen. Die Bürger der Madrider Region haben jetzt ein Jahr Zeit, ihre Meinung dazu zu äußern, bevor ein entsprechendes Dekret offiziell verkündet wird.

Die Erklärung stellt einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar, denn nach dem Inkrafttreten des Dekrets, können Angriffe auf den Stierkampf mit Bussgeldern geahndet werden. Auch den Steuerzahlern kommt die Verfügung teuer zu stehen, da der Schutz dieses abscheulichen “Kulturguts” nun öffentlich gefördert werden kann. Das wurde natürlich auch schon vorher getan, doch nun müssen diese Zuwendungen nicht mehr getarnt werden.

Mit diesem Vorstoß heizte die Madrider Lokalmatadorin die Debatte über den Stierkampf in Spanien weiter an, was uns ja nur recht sein kann. Wie sich das Vorpreschen der auf die Debatte um das Stierkampfverbot in Katalonien auswirkt, ist schwer zu sagen. Sicherlich wird es einigen katalonischen Abgeordneten sauer aufstoßen, dass Madrid sich nun als Speerspitze für den nationalen Schutz der Corrida aufschwingt.

Die spanischen Tierschutzorganisationen werden sicherlich nicht das letzte Mal, wie am 28.3.2010 in Madrid, auf die Strasse gehen und den Stierquälern, denen jedes Jahr Tausende von Stieren zum Opfer fallen, Paroli bieten. Dazu brauchen unsere spanischen Freunde unsere Unterstützung, indem wir bei jeder Gelegenheit gegen das perverse spanische Volksvergnügen protestieren und den Apologeten des Stierkampfs auf die Füsse treten.

(Quellen: sos-galgos.net und Spaniens Allgemeine Zeitung)

Vielen Dank an Sabine für den Hinweis!

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Ein Kommentar zu “Spanien: Stierkampf als Kulturerbe”

  1. Göhr Peter sagt:

    Es ist eins mit der schlimmsten Verbrechen an Tieren,unter Johlendem Gesang der Zuschauer haucht er unter unvorstellbaren Schmerzen sein Leben aus. Es muss aufhören und unter Strafe gestellt werden….

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