Hellin
Hellin liegt im Landesinneren bei Albacete zwischen Valencia und Calpe. Dort setzt sich eine kleine Truppe von jungen Spaniern für die Hunde auf der Tötungsstation ein. Allerdings ist die Arbeit von Lina Ortuna Sanchez und ihren Freunden nicht einfach. Kaum wurde die Tötungsliste mit bis zu 12 Hunde erfolgreich vermittelt, steht schon wieder die nächste an. Momentan ist Ruhe, Pfleger und Hundefänger möchten ungestört ihren Weihnachtsurlaub verbringen.

Tierheim in Hellin
Was dieses kleine Team leistet ist schon enorm! Um nicht die Hunde einschläfern zu lassen, versorgt z.B. Ruth bis zu 9 Pflegehunden auf ihrer kleinen Finca bis zur endgültigen Adoption. Aber es mangelt wie überall an Geld, der entsprechenden und reibungslosen Logistik.

Lina Ortuna Sanchez (Bild mit Master)
Die Hunde werden von den Pflegern schlecht versorgt, die sehr kleinen Boxen selten oder gar nicht gereinigt und im Winter sind die Tiere der eisigen Kälte ausgesetzt. Sobald die Aufenthaltsdauer von 21 Tagen überschritten ist, wird der Termin der Tötung bekannt gegeben und dann beginnt für Lina und Co. das Rennen gegen die Zeit. Ein Tierarzt hat sich noch nicht gefunden, der die Hunde optimal untersucht und für eine eventuelle Ausreise vorbereitet (z.B. Kastration, Mittelmeercheck, Entwurmung). Allerdings übernimmt die Stadt Hellin vorab die Kosten für die Impfung und das Chippen der Tiere, die dann nach Adoption zurückgefordert werden. Sollte sich aber kein Interessent finden, wird der Hund trotz Vorbereitung getötet.

Einer der Hunde im Tierheim Hellin
Die größten Probleme sind allerdings die Boxen und der Transport der Hunde. Sie verfügen über keinerlei Mittel um die Hunde nach Adoption oder in Pflegenahme zu transportieren. Das hatte z.B. im Fall Master (er ist noch kein Jahr alt) zur Folge, dass er bis zum Tötungstag 30.12. nicht die Perrera verlassen konnte und man befürchten musste, dass er trotz Adoption eingeschläfert wird. Eine Hundepension wurde zwar gefunden, aber dann stellte sich heraus, dass sie Master erst 2 Tage später aufnehmen konnten. Alle umliegenden Tierheime waren überfüllt, so dass auch hier keine Möglichkeit der Unterbringung bestand. Erst die Perrera in Elche (150 km von Hellin entfernt) übernahm Master vorübergehend bis zur Ausreise nach Deutschland.

Nur Dank freiwilliger Helfer können die Hunde vor der Tötung gerettet werden
Bis jetzt hat sich leider noch keine Tierschutzorganisation gefunden, die dauerhaft die Spaniern in Hellin unterstützt und arbeiten möchte. Es wäre toll, wenn sich hier eine Orga einsetzen könnte.
Weitere Infos – leider nur auf spanisch finden Sie unter http://perrosenadopcionhellin.blogspot.com/
Wenn Sie dem Team um Lina Ortuna Sanchez helfen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail und wir stellen den Kontakt her. Gerne unterstützen wir Sie dabei, z.B. in dem wir Ihnen bei der Korrespondenz helfen.
