Unvorstellbare Grausamkeiten

(c) tiere-in-not-griechenland

(c) tiere-in-not-griechenland

Wenn noch vor 20 Jahren Verwandte oder Freunde in den Urlaub nach Griechenland, Italien oder Spanien gefahren sind, kamen sie häufig zurück und erzählten den “armen Hunden”. Manchmal aber nur ganz selten, hatte sich auch mal ein Straßenhund auf einen der Urlaubsschnappschüsse verirrt.

(c) sonny4animals

(c) sonny4animals

Seitdem hat sich viel getan. Mit der Verbreitung des Internets und dem Siegeszug von ständig verfügbaren Digitalkameras werden viele der armen Tiere fotografiert und Tierquälerei dokumentiert. Und jedes Jahr zur Urlaubszeit wird dazu aufgerufen, solche Länder zu boykottieren, in denen Tierquälerei immer noch zum Alltag gehört.

Ich persönlich bin der Meinung, das ein Boykott von einigen wenigen nicht zielführend ist. Leider habe ich immer wieder festgestellt, dass die Urlauber völlig überrascht erscheinen, wenn sie plötzlich mit dem Leid der Tiere im vermeindlichen Urlausparadies konfrontiert werden.

Dieser Hund wurde mit einer Drahtschlinger erhängt. (c)sonny4animals

Dieser Hund wurde mit einer Drahtschlinger erhängt. (c)sonny4animals

Als ich im Sommer diesen Jahres in Pals an der Costa Brava war und wir in der Altstadt eine Straßenhündin zum Tierarzt brachten, hatte ich die Gelegenheit, einige Touristen in ein Gespräch zu verwickeln. Die Tatsache, dass z.B. die Strassenhunde außerhalb der Feriensaison in den verlassenen Touristengebieten ums nackte Überleben kämpfen, der Hinweis, dass sich nur wenige Hundert Meter vom Strand eine Perrera (Tötungsstation) befindet und die traurige Geschichte der kleinen Hündin, die ihr Martyrium leider nicht überleben würde – all das hat die deutschen Touristen zumindest zum Nachdenken gebracht.

Und ein nachdenklicher Tourist vor Ort, der vielleicht etwas sensibilisiert die Augen aufhält, vielleicht den Reiseleiter anspricht oder eventuell sogar einem spanischen Tierschutzverein ein paar Euro gibt, bewirkt in jedem Falle mehr, als die paar Menschen, die unbemerkt ein Urlaubsland boykottieren.

Mit Stacheldraht festgebunden (c) sonny4animals

Mit Stacheldraht festgebunden (c) sonny4animals

Außerdem ist es ebenfalls eine Tatsache, dass ich in jedem Land, in dem ich bisher war, engagierte Tierschützerinnen und Tierschützer kennenlernen durfte, die ihr letztes Hemd für die Hunde, Katzen und Großtiere geben würden.

Diesen Leuten in einer eh schon strukturschwachen Region ggf. die Möglichkeit eines – wenn auch kleinen – Einkommens zu nehmen, behindert genau die Arbeit, die so wichtig ist.

Tierleid gibt es überall. In Südeuropa, genau wie in Deutschland. Deshalb brauchen wir Menschen, die die Augen aufhalten und unbequem sind – auch im Urlaub.

(c)sonny4animals

(c)sonny4animals

Popularity: 13% [?]

Folgende Artikel könnten Sie auch interessen:

Sirius ist endlich angekommen Nachdem der herzensgute Sirius ein zweites Mal beinahe sein Leben...
Punk & Rock bei Lassy.org Niemand soll behaupten, wir hätten nichts zu tun, auch wenn...
Gute Nachrichten für Sirius Heute haben wir die Ergebnisse von Sirius Blutbild bekommen und...
Neues von Sirius Mittlerweile hat sich Sirius eingelebt und hält uns alle auf...
Luxusproblem :-) Heute mussten wir unserem Sirius das erste Mal ein größeres...

Ein Kommentar zu “Unvorstellbare Grausamkeiten”

  1. ILoveDogs♥ sagt:

    Ich find es schrecklich wieviele hunde erhängt werden wieso kannman sie nicht einfach ihr leben leben :’(

Kommentar schreiben