Wir sind jetzt Verein! Aber warum?

Am vergangenen Freitagabend kamen wir zur Gründung des Vereins Lassy.org zusammen. Wir, das sind natürlich Normen Mrozinski – der Frontmann und Urheber von Lassy.org – Tanja Schuster und meine Wenigkeit, Thorsten Fuhrmann.

Normen und ich haben uns im letzten Jahr kennen gelernt, als er während eines Klinikaufenthalts meine über alles geliebte Hündin, Salta, zu sich aufnahm und sich wundervoll um sie kümmerte.

Doch warum sind wir jetzt ein Verein geworden? Wollten wir genau das doch ursprünglich nicht, um freier in unserem Handeln zu sein?

Ja, genau so ist es und darum hat sich Normen auch lange gegen die Gründung eines Vereins gewehrt – quasi “mit Händen und Füßen”. Dafür hatte er gute Gründe:

  • Die Vereinstätigkeit erfordert ein gewisses Maß an zusätzlicher Organisation, also Zeitaufwand. Diese Zeit wird nur für die rechtlichen Rahmenbedingungen, die das Bürgerliche Gesetzbuch an die Vereinstätigkeit stellt, aufgewandt. Dies bedeutet also einen Verlust in Bezug auf die Effektivität unseres Handelns.
  • Zusätzlich bringt die Erlangung der Gemeinnützigkeit – und das streben wir an -  nicht nur steuerliche Vorteile, sondern ist auch mit Einschränkungen verbunden. So sieht der Gesetzgeber z. B. vor dass wir, wenn wir dann als gemeinnützig anerkannt sind, die Vereinsgelder auch nur an andere Vereine weitergeben dürfen, die wiederum als gemeinnützig anerkannt sind. Das bringt zum einen mehr Rechtssicherheit bei der sog. Mittelverwendung (auch für uns), bedeutet aber auch, dass ein gewisser Effizienzverlust damit einher geht.

Doch letztlich überwogen die Argumente für die Überführung unserer Aktivitäten in den Vereinsrahmen, aber warum?

  • Bisher waren wir doch genau genommen nur zwei Menschen, die sich für Tiere in jeglicher Form einsetzen. Wieviel können zwei denn wirklich bewirken?
    Der Verein gibt uns und Euch die Möglichkeit, unsere Kräfte und Energien zu bündeln. Gemeinsam sind wir stark! Darum habe ich bewußt das Titelbild gewählt. Es soll den Beginn eines Zusammenschlußes von Menschen signalisieren, die ein Ziel haben: Zusammen das Leben vieler Tiere zu schützen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und andere über den Tierschutzgedanken aufzuklären.
  • Durch die Eintragung ins Vereinsregister und den Zusatz e. V., den wir dann führen werden, zeigen wir allen Neulingen, die das erste Mal Kontakt zu uns suchen: Wir erfüllen die Rahmenbedingungen, die der Gesetzgeber vorgibt. Das gibt Rechtssicherheit und ist quasi ein Qualitätssiegel.
  • Unsere Aktivitäten werden – nicht zuletzt durch die Initiierung des Cavea Meistas Programms – immer aufwändiger. Das gilt nicht nur für unseren Arbeitseinsatz, sondern auch für den finanziellen Aufwand, der dadurch entsteht. Eine solide Basis, die wir alleine nicht mehr stemmen können, muß also geschaffen werden. Mit Mitgliedsbeiträgen können wir unseren Aktionsradius vergrößern und durch die Erlangung der Gemeinnützigkeit werden wir dann auch in der Lage sein, sog. Zuwendungsbescheinigungen auszustellen, die es den Spendern ermöglichen, ihren Aufwand steuerlich geltend zu machen. Es geht also auch darum, in Zukunft mit Eurer Hilfe mehr “stemmen” zu können.

Wir sind mit der Vereinsidee einige Monate lang “schwanger” gegangen und haben nun diese Entscheidung getroffen, mit der wir letztlich sehr glücklich sind.

In den nächsten Wochen werden wir die zu erledigenden Formalitäten forciert angehen, also die notwendigen Beglaubigungen und Anträge schnellstmöglich auf den Weg bringen, um dann nicht nur Verein – denn das sind wir seit Samstag – sondern auch e. V. und gemeinnützig anerkannt zu sein.

Drückt uns bitte die Daumen und unterstützt uns und den Tierschutz.

Vielen Dank Euch Allen

Normen, Tanja und Thorsten

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