Zirkus ohne Tiere

Die Aktion Zirkus ohne Tiere kämpft gegen die Haltung von Wilditeren im Zirkus.

Neben vielen Hintergundinformationen finden Sie auch eine Petition, die Sie online unterstützen können.

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7 Kommentare zu “Zirkus ohne Tiere”

  1. Bitte Stellung beziehen.

    Kontaktdaten des Veranstalters:
    ‘show@dog-event-duesseldorf.de’; ‘orga@dog-event-duesseldorf.de’; ‘info@dog-event-duesseldorf.de’; ‘aussteller@dog-event-duesseldorf.de’

    —–Ursprüngliche Nachricht—–
    Von: Adrienne Kneis [mailto:adrienne.kneis@arcor.de]
    Gesendet: Dienstag, 6. September 2011 21:48
    An: ‘show@dog-event-duesseldorf.de’; ‘orga@dog-event-duesseldorf.de’; ‘info@dog-event-duesseldorf.de’; ‘aussteller@dog-event-duesseldorf.de’
    Betreff: DOG EVENT Düsseldorf

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    als Besucherin des DOG EVENTS im vergangenen und auch in diesem Jahr, würde ich Ihnen gern ein Feedback zu Ihrer Veranstaltung geben.

    Sie stellen das DOG EVENT als eine tierfreundliche Veranstaltung dar. Wie steht diese Behauptung im Einklang mit einer “Show”, bei der beispielsweise ein armer Esel mit verbundenen Augen auf Hindernisse steigen, eine große Pappwand durchbrechen und anschließend auch noch durch ein Feuer-Tor springen muss?! (Fotos – Quelle: Ihre Homepage http://www.dog-event-duesseldorf.de/Archiv2010.html – UMF_6630_Esel_Feuer.jpg und UMF_6616_Esel_Wand.jpg) Ist das Ihrer Ansicht nach Unterhaltung? Kommt Ihnen nicht in den Sinn, dass dies purer Stress für das Tier ist, dass dies seiner natürlichen Verhaltensweise völlig widerspricht? Brauchen Sie wirklich “Eselakrobaten aus Belgien” um Ihren Besuchern ein vielfältiges und buntes Programm zu bieten? Der lange Transport aus Belgien, die ca. 15.000 Besucher vor Ort, die Geräuschkulisse, die fremde Umgebung und nicht zuletzt der Zwang, die Darbietung zu präsentieren – glauben Sie tatsächlich, all dies geschieht im SINNE DES TIERES? Ich bin empört über diese Rücksichtslosigkeit. Dies kann man keineswegs “tierfreundlich” bezeichnen. Erstrebenswert wäre endlich eine Bewusstseinsveränderung unserer Gesellschaft – die zu der Erkenntnis führt, dass wir Tiere u. a. nicht zu Unterhaltungszwecken gebrauchen, uns nicht auf Kosten unschuldiger Lebewesen amüsieren wollen. Es gilt bedauerlicher Weise nach wie vor nichts Verwerfliches darin zu sehen, Tiere zu benutzen und zu gebrauchen, wenn sie dabei auch nur einigermaßen gut behandelt werden. Das Leiden der Tiere durch die Fremdbeherrschung wird dabei überhaupt nicht wahrgenommen. Wir benutzen sie zu unserem Vergnügen – weil der Mensch Illusionen braucht um seine Macht zu demonstrieren.

    Ist es Unwissenheit, Ignoranz, Überheblichkeit, Vergnügungssucht oder schlicht das fehlende Einfühlungsvermögen, warum Menschen Tieren, die zu Unterhaltungszwecken „verwendet / benutzt“ werden, so selbstverständlich gegenüberstehen. Tiere haben ihre arteigenen Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Vorstellungen, Vorlieben und auch Abneigungen. Diese lebensnotwendigen Bedürfnisse werden den Tieren genommen, weil wir unser Verhalten entschuldigen wollen und deshalb die Bedürfnisse der Tiere gerne auf fressen, schlafen und Fortpflanzung reduziert sehen wollen – ihnen somit jegliche Rechte absprechen. Wir sind es aber den Tieren, die ihr Dasein nicht frei wählen konnten, schuldig, Verantwortung für Sie zu übernehmen. Es sollte kein Esel durch einen Feuerring zu unserer Unterhaltung springen müssen! Das wollten wir selbst nicht, da es in der Natur der Sache liegt, das dass Vorhaben – selbst für uns mit Angst verbunden ist – für das Tier um so mehr.

    Laut Ihrer Homepage (Rückblick 2010) war der Hundeweitsprung Ihre Hauptattraktion – wie auch in diesem Jahr:
    Zitat: “Hauptattraktion war das DogDiving (Hundeweitsprung ins Wasser), welches sich mit seinem kühlen Nass bei allen Zuschauern großer Beliebtheit erfreute. Über 220 Hunde sammelten all ihren Mut zusammen und sprangen mehr oder weniger beherzt ins 50.000 Liter-Wasserbecken.”

    Ich habe mir im vergangenen Jahr und am vergangenen Sonntag das “Dog Diving” angesehen – und lande nun wieder bei dem Thema „Angst“. Zahlreiche Hunde standen auf der Rampe und haben unmissverständlich ihre Angst signalisiert. Keinem der Organisatoren, Helfer oder Zuschauer kam in den Sinn, dass sich viele Hunde fürchten, dort herunter zu springen und dass man sie aus dieser für sie angsteinflößenden Situation befreien sollte, statt sie zum Sprung zu zwingen – Schwimmweste hin oder her.

    Als Tierfreundin, die Tiere keineswegs kategorisiert, sondern jedes Tier als fühlendes Lebewesen sieht, das das gleiche Recht auf Leben hat, war ich über Ihre XXL-Wurst-Aktion “XXL-Wurst- TIERISCH-lecker” betrübt. Ich besuche eine “tierfreundliche” Veranstaltung und auf allen Plakaten, Werbeflyern blinkt mir diese Aufschrift entgegen. Daran anknüpfend habe ich mich darüber auch nicht mehr wirklich gewundert, dass Ihr Catering lediglich eine einzige Speise für Vegetarier anbot. Ein belegtes Brötchen ohne Fleisch habe ich leider auch vergebens gesucht. Tierfreundlich ist für mich etwas anderes.

    Sie sollten sich an der Philosophie des Dog Days orientieren – der Dog Day, der vor zehn Jahren aus den Protesten gegen eine unverhältnismäßige Hundegesetzgebung entstanden war, ist eben kein kommerzieller Event-Veranstalter, sondern ein gemeinnütziger Verein, der sich vor allem engagiert für Tierrechte einsetzt. Ich und auch viele andere Ihrer bisherigen Besucher werden von Ihren Veranstaltungen künftig Abstand nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Adrienne Kneis
    47805 Krefeld

  2. „Ehrfurcht vor dem Leben ist ins
    Grenzenlose erweiterte
    Verantwortung für alles, was lebt. Unser Nächster ist nicht nur der
    Mensch. Unsere Nächsten sind alle Wesen. “

    (Albert Schweitzer).

  3. Hab ich nur einem brechend Herzen Halt gegeben, so ist es nicht umsonst mein Leben.

    Kann ich nur eines Lebens Qualen lindern, nur eines Lebens Schmerzen mindern,

    ein hilflos Rotkehlchen zurück ins Nest nur heben-
    so ist es nicht umsonst mein Leben!

    (Emily Dickinson, 1830-1886)

    Adrienne Kneis
    47805 Krefeld

  4. Adrienne Kneis sagt:

    Bitte sendet eine Protest-Mail an Ministerin Aigner – an die E-Mail-Adresse: poststelle@bmelv.bund.de Gern könnt Ihr mein Schreiben verwenden, jedoch wird einem jeweils individuell formulierten Anschreiben mehr Beachtung geschenkt.

    Sehr geehrte Frau Aigner,

    warum nehmen Sie nur eine Neubearbeitung der ohnehin unverbindlichen “Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben” vor, statt einer Umwandlung in eine Rechtsverordnung mit dem Hauptanliegen: Verbot von Wildtieren, weil keine art- und verhaltensgerechte Haltung in Zirkussen möglich ist!

    Diese Rechtsverordnung gibt es bei uns in Deutschland trotz der andauernden Probleme der Tiernutzung in Zirkusbetrieben immer noch nicht!

    In andern Ländern wie Österreich (Wildtierverbot in Zirkusbetrieben schon seit 2005 im Tierschutzgesetz), Finnland, Schweden, Portugal, Belgien, Bulgarien und Bolivien dagegen besteht dieses Verbot bereits. Handeln Sie endlich und verhängen Sie dieses Verbot auch in Deutschland! In einigen deutschen Gemeinden und Städten (z.B. Kassel) wird es bereits praktiziert. In Großbritannien wird das Wildtierverbot z. Zt. vorbereitet.

    Denn besonders Wildtiere können unter Zirkusbedingungen nicht art-, rasse- und verhaltensgerecht gehalten werden, insbesondere nicht während der dauernden und sehr belastenden Transporte in den engen Behältern. Die Haltung dieser Tiere unter den eingeschränkten Bedingungen von Zirkuswagen kann nur als amtlich geduldete Tierquälerei bezeichnet werden. Unvereinbar mit Würde und Integrität der Tiere sind auch die Dressuren. Insgesamt zeichnet sich das Leben für die Tiere im Zirkus durch unaufhörliche Strapazen, Entbehrungen, schlimmen Verhaltensstörungen und häufig durch Gewalt aus, die eingesetzt wird um die Tiere gefügig zu machen.

    Die Zirkusleitlinien basieren auf der überholten Vorstellung von der erfolgreichen Kompensation von Leid und Stress bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren durch Beschäftigung, “Erziehung” und Hinwendung. Sie vermögen sich nicht aus der Sackgasse überhöhter Vorstellungen von der gängigen Zirkuswirklichkeit zu lösen, vielmehr beruhen sie sich auf wissenschaftlich und tierethisch veralteten Vorstellungen. Ihre Denkrichtung ist rückwärtsgewandt und wirklichkeitsfremd.

    Es ist an der Zeit, den tierfreien Zirkus als Ideal zu etablieren. Beispiele für sehr erfolgreiche Unternehmen dieser Art gibt es mittlerweile.

    Ich fordere Sie auf, endlich ein Verbot von Wildtieren im Zirkus zu erlassen und damit dem Wunsch des Bundesrates, der Bundestierärztekammer und der Mehrheit der Bevölkerung (siehe repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung vom April 2010) zu entsprechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Adrienne Kneis

    Weitere Infos:
    http://www.zirkus-in-berlin.de/mitmach-aktion/
    http://www.petatv.de/
    http://www.petatv.de/video/Das-Leiden-der-Tier-im-Circus-Krone—Break-the-Chains/6d94766db9b1430ecc9de316a0bd6c21
    http://www.myspace.com/peta2_de
    http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=viewImage&friendID=34596252&albumID=3106932&imageID=70801910
    http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=viewImage&friendID=34596252&albumID=3106932&imageID=70801894

  5. Jenna sagt:

    Zirkus ist fuer jedes Tier ein Unding. Als Jugendliche habe ich mich immer ueber die bettelnden Zirkusleute in der Stadt oder vor dem Supermarkt aufgeregt, die ein armes Shetty dabei hatten.
    Einmal stand einer vor meinem Supermarkt in der Naehe des Stalles, in dem ich meine Pferde hatte. Ich hab mich dann mit meiner traumhaft schoenen und immer gepflegten Vollblutaraberstute neben Pony und Zirkusclown gestellt. Die beiden waren fix weg. ;-)
    Als Kind fand ich den Zirkus toll. Als einer in unserer Naehe campierte, wollte ich natuerlich die Tiere sehen, streicheln und fuettern. Eine Stute hatte ein kleines Fohlen, was ihr folgte. Die Stute sollte jedoch arbeiten und das Fohlen stoerte und wurde mit einem Besenstil weggepruegelt.
    Diese Szene werde ich nie vergessen

  6. Susanne Gill sagt:

    Es geht auch ohne….ich betrete keinen Zirkus, in dem Tiere für so was “benutzt” werden…..

  7. Sabine sagt:

    Ich bin schon immer Gegener von Zirkus mit Wildtieren gewesen, auch mit meinen Kindern habe ich nie einen Zirkus besucht. Ich wohne in einem kleinen Dorf und hier ließen sich immer Wanderzirkuse nieder. Als Kind wurde ich Zeuge, wie ein Kamel gequält wurde um seine Füsse auf ein Podest zu stellen. Von da an stand für mich fest: Zirkus nein Danke!

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